Vorwort der Herausgeber

WürZarT ist nicht noch irgendein Periodical, sondern eine Zeitschrift für Literatur und Opto-Art, für neue, grenzüberschreitende Texte und Bilder.

 

Das Grenzüberschreitende kann durchaus wörtlich genommen werden: die Texte werden immer in der Sprache ihres Autors, ihrer Autorin, und in Englisch erscheinen. Damit sehen wir uns in der Nachfolge von Ted Hughes‘ Projekt Poetry in Translation, das im Zeitalter grenzüberschreitender Vernetzung und Intertextualität eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Die muttersprachliche Identität der primär nicht in Englisch verfassten Texte wird aber erhalten bleiben. Dies erscheint gerade bei Lyrik interessant, obwohl wir nicht der Meinung sind, dass Lyrik das ist, was man nicht übersetzen kann.

 

Grenzüberschreitend will WürZarT auch verstanden wissen bezüglich Fiedlers Provokation Cross the boarders,close the gap, denn wir meinen, es wird endlich Zeit, die literarische Hochkultur zu popularisieren. Schon gut, wir wissen wovon wir reden :-).

Grenzüberschreitend schließlich wird WürZarT auch sein, was die Vermischung von Stilen und Genres anlangt und die Verschmelzung von Text mit Bild. Denn konkrete Poesie muss bewässert werden durch farbige Techniken, und optische Gebilde müssen endlich sprechen lernen.

Nur Menschen, die mit einander im Gespräch sind, können in Frieden leben. Gespräch aber erfordert, dass man versteht, was der andere sagt und schreibt. Auch in diesem Sinn wird WürZarT grenzüberschreitend sein.

 

WürZarT wird dreimal im Jahr erscheinen und jeweils einem Thema gewidmet sein. Die in dieser Ausgabe versammelten Texte und Bilder stehen unter dem Motto Die Erotik der Frucht.

AMADÉ ESPERER   UND   REGINA LÜDERS